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𝗕𝗢𝗦𝗧𝗢𝗡 𝗩𝗦. 𝗕𝗘𝗥𝗟𝗜𝗡

Von Wolfgang Hohlfeld — 13. August 2025

𝗕𝗢𝗦𝗧𝗢𝗡 𝗩𝗦. 𝗕𝗘𝗥𝗟𝗜𝗡: 𝟯 𝗟𝗲𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻, 𝗱𝗶𝗲 𝗺𝗮𝗻 𝘃𝗼𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗴𝗹𝗼𝗯𝗮𝗹𝗲𝗻 𝗕𝗶𝗼𝘁𝗲𝗰𝗵-𝗛𝗮𝘂𝗽𝘁𝘀𝘁𝗮𝗱𝘁 𝗹𝗲𝗿𝗻𝗲𝗻 𝗸𝗮𝗻𝗻

Foto: Boston | © Unsplash 

Berlin ist Heimat eines starken Life-Sciences-Ökosystems, geprägt von exzellenten Forschungseinrichtungen, innovativen Unternehmen und einem kooperativen Umfeld. Doch gerade bei Kommerzialisierung und Skalierung setzt Boston den globalen Maßstab.

Was macht Boston einzigartig und wo kann Berlin ansetzen?

→ Stärkere Clusterbildung und Kooperation statt Fragmentierung
Durch die Bündelung von Talenten, Startups und Kapital hat Boston ein dichtes Innovationsökosystem geschaffen. In Berlin hingegen verteilt sich die Innovationslandschaft auf viele einzelne Standorte, die oft keine gemeinsame Strategie verfolgen. Künftig sollte der Fokus darauf liegen, Ressourcen zu bündeln und engere Verbindungen zwischen Forschung, Startups und Investoren aufzubauen.

→ Scale-up-Kapital ist entscheidend
Bostons Erfolg basiert nicht nur auf Seed-Finanzierungen, sondern vor allem auf Venture Capital in späteren Phasen. In Deutschland bleibt dies die größte Lücke. Die Folge: Viele Unternehmen verlagern ihren Sitz oder werden übernommen – ein teils natürlicher Markteffekt, der jedoch häufig zu einem Verlust von Know-how und Innovationskraft führt.
Berlin hat mit dem Start eines Pre-Seed-VC-Fonds in Höhe von 10 Mio. € zur Unterstützung von Deep-Tech-Spin-offs einen wichtigen Schritt getan – doch um die Scale-up-Lücke zu schließen, braucht es deutlich größere Wachstumsfinanzierungen.

→ Unternehmerisches Mindset fördern und Talente halten
Boston hat Unternehmertum fest in die akademische Kultur integriert. In Berlin wechseln zunehmend mehr Forschende in die Gründerrolle, doch das Tempo kann noch gesteigert werden. Entscheidend sind dabei attraktive Infrastrukturen, unternehmerische Anreize sowie der Abbau bürokratischer Hürden, um Talente langfristig zu binden.

Fazit: Tiefere Kooperation, mehr Kapital in späteren Finanzierungsrunden und ein kultureller Wandel sind entscheidend, um das volle Potenzial der deutschen Biotech-Hubs freizusetzen.

Mit dem neuen Koalitionsvertrag 2025, der Life Sciences und Deep Tech offiziell als nationale Wachstumsschwerpunkte benennt, ist die Mission klar: Unternehmertum stärken, Talente gewinnen und die Scale-up-Finanzierungslücke schließen.

Nun liegt der Fokus auf der Umsetzung – und wir blicken gespannt auf die nächsten Schritte, insbesondere in Berlin.

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